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Amphibienschutz L3025
Hessen Mobil
Straßen- und Verkehrsmanagement
Pressemitteilung
Wiesbaden, 17.02.2026
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L 3025: Erneute Vollsperrung zwischen Niederreifenberg und Schmitten – Abschließende Arbeiten
Für die Amphibienschutztunnel auf der Landesstraße 3025 zwischen Niederreifenberg und Schmitten stehen abschließende Arbeiten an. Diese starten am 2. März und dauern je nach Witterung zwei bis drei Wochen. Die Arbeiten können aus Verkehrssicherheitsgründen nur unter Vollsperrung erfolgen.
So werden die restlichen Leiteinrichtungen für Amphibien errichtet und deren Anschlüsse an die Tunnelportale aufgebaut. Außerdem wird das umgebende Gelände angepasst und Mängel ausgebessert.
Die neuerlichen Arbeiten sind nötig, weil es 2025 zu Verzögerungen im Bauablauf gekommen war. Mit der Gemeinde Schmitten wurde daraufhin vereinbart, jene Arbeiten vorzuziehen, mit denen eine Öffnung der Straße über den Winter möglich wird. In dieser Konsequenz mussten die restlichen Arbeiten ins Frühjahr 2026 geschoben werden, um das Projekt abschließen zu können.
Umleitungen für PKW und LKW
Die Umleitung erfolgt über die bekannten Umleitungsstrecken:
- PKW nutzen die L 3276 durch den Ortsteil Seelenberg.
- LKW fahren großräumig über die L 3024 (Großer Feldberg) sowie die L 3004 (Hegewiese).
Hintergrund Amphibienschutzanlage:
Die Amphibienschutzanlagen zwischen Niederreifenberg und Schmitten an der L 3025 sind Teil des Amphibienschutzprogramms des Landes Hessen. Sie wurden gemeinsam durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie das Hessische Ministerium für Umwelt, Klima, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf den Weg gebracht.
Die Anlagen konnten nicht zeitgleich mit der letzten Sanierung der Straße erfolgen. Hessen Mobil erhielt 2019 den Auftrag zum Bau der Amphibienschutzanlage, deren Planung und Vorbereitung bis 2025 dauerte. Zu diesem Zeitpunkt war der Zustand der L 3025 aber schon so schlecht, dass eine Sanierung keinen Aufschub duldete. Die Sanierung erfolgte bereits 2018.
Die Amphibiendurchlässe ersetzen frühere Anlagen, die ihren Zweck nicht ausreichend erfüllten und teilweise auch stark beschädigt waren. Die Konstruktion der neuen Durchlässe orientiert sich am aktuellen Forschungsstand. Dabei ersetzt eine witterungsbeständige Metallkonstruktion die einstige Holzleiteinrichtung.
Die Zahl der gebauten Tunnel ergibt sich ebenfalls aus dem sogenannten „Merkblatt zur Anlage von Querungshilfen für Tiere und zur Vernetzung von Lebensräumen“ (kurz MAQ). Grundlage des MAQ sind Forschungsergebnisse zum Wanderverhalten von Amphibien.
Demnach soll der Abstand solcher Durchlässe maximal 50 Meter betragen. Bei größeren Abständen werden Amphibien dazu verleitet, zwischen zwei Durchlässen ständig hin und herlaufen, weil sie immer wieder umdrehen, bevor sie einen Durchgang erreichen.
Die Größe der Durchlässe ist neben der Größe der Amphibien auch vom Lichteinfall abhängig. Fällt zu wenig Licht in den Durchlass, sehen Tiere das Ende des Tunnels nicht. Das führt dazu, dass sie den Durchlass nicht benutzen. Darüber hinaus können bei der Dimension der Durchlässe in Schmitten neben Amphibien auch Reptilien und Kleinsäuger die Straße sicher queren.