Oberreifenberg

OBERREIFENBERG

Oberreifenberg ist der größte Ortsteil der Gemeinde Schmitten, der Stammsitz des Adelsgeschlechts Reifenberg und das höchstgelegene Dorf im Taunus. Damit gehört der Ort zu den höchstgelegenen Dörfern in ganz Hessen. 

Ortsbildprägend ist die Burg Reifenberg, die zur Sicherung der Passhöhe errichtet wurde, die vom Weiltal über den Taunuskamm führte. Heute noch zu sehen sind der hohe runde Bergfried aus dem 13. Jahrhundert, die Schildmauer aus dem 14. Jahrhundert, Reste von Befestigungsanlagen und der Wohnturm mit einer Aussichtsplattform. In Folge des Dreißigjährigen Krieges erlitt die Burg große Schäden. Im Jahre 1689 wurde sie dann endgültig zerstört. Letztendlich ließen die Erben die Ruine stehen und bauten am Fuße der Burg ein herrschaftliches Wohnhaus, das heutige Bassenheimer Palais.

Die sterblichen Überreste der Ritter Reifenberg sind in der Gertrudis-Kapelle, die im Volksmund auch Bassenheimer Grabkapelle genannt wird, bestattet.

Oberreifenberg bietet zu jeder Jahreszeit den Rahmen für viele Aktivitäten. Es gibt zahlreiche Wanderwege und im Winter kommen die Wintersportler auf ihre Kosten. Neben dem Skilift, der ehrenamtlich und mit vollem Engagement betrieben wird, findet man beliebte Rodelwiesen, Langlaufloipen eine Anlage zum Eisstockschießen und einiges mehr.



Oberreifenberg im Überblick:

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Kindertagesstätte
St. Georg

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Buntstifte Stiftebox Malen Kindergarten

Montessori EcoSchool

Kindertagesstätte & Grundschule

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Jahrtausendhalle Oberreifenberg

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Feuerwehr

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Spielplätze

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Freizeitanlage

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Friedhof

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St. Georg

katholische Kirche

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Burg Reifenberg

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Römerkastell
Kleiner Feldberg

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St. Gertrudiskapelle

"Bassenheimer Grabkapelle"

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Kulturdenkmäler

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Winterabend im Taunus

Skilift

Freunde des Skilifts Oberreifenberg e.V.

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Taunatours mit dem
Feldberger Restaurant

Events & Restaurant

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Punto Latino

Bar, Musik & Restaurant

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Geschichte

Die Geschichte Reifenbergs ist die des gleichnamigen Geschlechts und der Burg. 1234 erscheint Cuno von Reifenberg als erster seines Geschlechts. Die Familie der Reifenberger und ihre urkundlich erwähnte Verwandtschaft lassen vermuten, dass sie aus der Gegend nördlich der Lahn (Westerwald) oder aus der Lahn-Gegend um Limburg kommen.
In einem neueren Aufsatz von Dr. Helmut Gensicke wird festgestellt und die Meinung eines anderen Gelehrten bestätigt, dass Ritter Cuno von Reifenberg und Ritter Cuno von Hattstein, der eine 1226, der andere 1234 erwähnt, ein und dieselbe Person sind. Die Ähnlichkeit der Wappen, die Nähe der Burg u.a. deuten darauf hin, dass der Stamm der Hattsteiner der gleiche war, wie der der Reifenberger. Ebenso waren Conrad von Hattstein (1226) und Cuno von Hattstein-Reifenberg Brüder.

Die Burg Reifenberg ist erst 1331 unmittelbar belegt. Erst in den letzten Jahren aufgefundene Burgpläne aus dem 17. Jahrhundert lassen jedoch romanische Bauteile erkennen. Der Baubeginn der Anlage könnte also auch im 10./11. Jahrhundert liegen. Es kann die Vermutung ausgesprochen werden, dass Hattstein als ursprüngliche Anlage auf einer Klippe zu klein wurde und kaum erweiterungsfähig war. Daher wurde eine größere Burg auf dem Felsenberg (Riffinberg) in der Nähe angelegt.
Der entscheidende Ausbau mit Wohnturm und Schildmauer geschah im 14. Jahrhundert. Der Bergfried ist älter. In mehreren Kriegen und Fehden wurde die Burg belagert und mehr und mehr zerstört, zuletzt entscheidend 1646, 1689 geschleift. Das Geschlecht der Reifenberger (Witterauer Linie) erlosch 1686 mit Philipp Ludwig von Reifenberg. Die Wäller (Westerwälder) Linie starb schon 1665 aus. Ein Verwandter der Familie, Lothar Franz von Bassenheim, übernahm Besitz und Herrschaft. 1852 verkauft er seine Güter an einen Privatmann und Spekulanten.
Der Ort Reifenberg teilte sich erstmals 1849 in Ober- und Niederreifenberg. Ehe um 1900 Oberreifenberg Höhenluftkurort wurde, hatten die Grafen von Bassenheim die Nagelschmiederei und Heimarbeit in Reifenberg und anderen Orten im Hohen Taunus eingeführt. Diese Schmieden entwickelten sich dann zu den heutigen Metall- und Kunststoffwarenfabriken.

Der letzte Bürgermeister vor der freiwilligen Fusion mit Niederreifenberg war Kurt Bernecker.

Besonders im Innenraum sehenswert ist die 1855 vollendete Kirche Oberreifenbergs, St. Georg. Weitere Sehenswürdigkeiten des Ortes sind die Burgruine und die kleine St.-Gertrudis-Kapelle, die im Volksmund auch als "Bassenheimer Grabkapelle" bekannt ist, da der letzte Reifenberger Ritter Philipp Ludwig, 1686 verstorben, dort begraben liegt.