Michael Richter im Ruhestand

Nach 47 Jahren im öffentlichen Dienst sagt er leise Servus - Michael Richer geht in Rente

Wenn er seine „Arbeitsgeräte" auspackte, traten Schmittens Autofahrer unwillkürlich auf die Bremse — Michael Richter, Schmittens Mann mit der „Lizenz zum Blitzen" war lange Jahre Leiter der Straßenverkehrsbehörde am Fuße des Feldbergs und geht nun zum Jahresende in denwohlverdienten Ruhestand. Insgesamt 47 Jahre im öffentlichen Dienst und davon 41 Jahre bei ein und demselben Arbeitgeber: seine ersten beruflichen Sporen verdiente sich Michael Richter bei der damals noch selbständigen Gemeinde Falkenstein. Daran anschließend folgten zwei Jahre bei der Stadtverwaltung Königstein, ehe er im Jahre 1974 zur Gemeinde Schmitten wechselte. „Damit gehörst Du beinahe schon zum ,lebenden Inventar' unserer Verwaltung" scherzte Bürgermeister Kinkel anlässlich Verabschiedung. Seit Anbeginn seiner Dienstzeit in Schmitten ist Michael Richter im Einwohnermelde- und Ordnungsamt eingesetzt. Im Jahre 2003 wurde ihm die alleinige Verantwortung als Leiter der Straßenverkehrsbehörde übertragen. Dazu gehörte natürlich nicht nur die Überwachung des ruhenden Verkehrs sondern auch die Kontrolle „derjenigen Zeitgenossen, die meinen, Gesc hwindigkeitsbegrenzungen seien reine ‚Schätzwerte' deren Einhaltung ihrer Persönlichen Tagesform obliegt" wie es Richter griffig formulierte. Mit uneinsichtigen Rasern konnte es dann durchaus auch zu einem handfesten Disput kommen. „Ein Tätigkeitsfeld, das nicht nur ein breites Fachwissen und einschlägige Rechtskenntnisse sondern auch ein gerüttelt Maß an Fingerspitzengefühl erfordert" meinte Kinkel in seiner Laudatio. Dass er als Bürgermeister „besonders zufrieden" mit seinem        nunmehr ausscheidenden Mitarbeiter war, wollte auch Marcus Kinkel bei der kleinen Feierstunde im Rathaus dann nicht verhehlen: "Du hast in Deiner Schmittener Amtszeit bewiesen, dass Du der richtige Mann am richtigen Platz warst". Ein Lob, dem sich auch Dieter Moses als Vertreter des Personalrates nicht verschließen konnte. In seiner Freizeit ist Michael Richter einem „gepflegtem Skat" nicht abgeneigt und gehörte in jüngeren Jahren zu den fußballerischen „Korsettstangen" der TSG Falkenstein sowie der Betriebssportmannschaft.

Dem runden Leder hat er jedoch schon längere Zeit „aus Altersgründen abgeschworen". Mit regem Interesse verfolgt er jedoch die Geschicke des Fußball- Drittligisten Meidericher Spielverein 02 e. V., besser bekannt unter der Bezeichnung MSV Duisburg, dessen begeisterter Fan er seit Jahren ist. Und ab dem 01. Januar hat Michael Richter auch reichlich Zeit, sich um seine Familie, die einjährige Enkeltochter Nele und seinen West-Highland-Terrier „Wilddieb" zu kümmern. (Text: Freiling)


Michael Richter sagt nach 47 Jahren leise „servus" –letzte Aufräumungsarbeiten am Arbeitsplatz: (Bild:Freiling)

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