
Der Fachmann würde es als "städtebauliches Ensemble" bezeichnen - für den nüchternen Betrachter ist er einfach ortsbildprägend: der Gebäudekomplex der aus dem Jahre 1792 stammenden ehemaligen Brauerei und der angrenzenden alten Feuerwache mit ihrem dominierenden Schlauchturm in Brombach. Der gesamte Komplex wurde von einem Privatmann liebevoll restauriert und buchstäblich aus Trümmern wieder aufgebaut - ein historisches Kleinod und ein Schmuckstück nicht nur für den Ortsteil Brombach ( 8°27'46.98'' Ost, 50°17'28.95'' Nord, 406 m ü.N.N.)
Es mutet schon eher nostalgisch an, allerdings auch das gibt es noch in Schmitten - eine alte Hofreite mit dem "stillen Örtchen auf dem Hof und neben der Scheune". Wo man anderenorts ins Freilichtmuseum muß - in Hunoldstal existiert dies noch "in natura" und wenn auch nur zur Zierde und nicht mehr zum alltäglichen Gebrauch, aber vielleicht doch noch für den dringenden Notfall............( 8°27'31.45'' Ost, 50°18'02.22'' Nord, 382 m ü.N.N.)
Fast fühlt man sich in ein anderes Jahrhundert versetzt: Handwerkszeug aus einer Zeit, als die Arbeit mit Maschinen noch eher die Ausnahme als die Regel war und die Betätigung des großen Blasebalges mit schierer Muskelkraft bewältigt wurde: die alte Schmiede des Christian Sachs in Arnoldshain. Mittlerweile befindet sich das Gebäude in Privatbesítz und wird mit viel Akribie und Liebe zum Detail renoviert.
Farbenspiel im Winter - während sich ein Teil der Bäume noch in herbstlichen Farben präsentiert, zeigt sich die Gipfelbewaldung bereits in winterlichem Rauhreif. Nicht mehr ganz aktuell ist allerdings die Ansicht des großen Sendeturmes: im Zeitalter des digitalen Funks und Fernsehens wird die riesige Antenne nicht mehr benötigt und wurde im Frühjahr 2007 demontiert. Dennoch ist der Feldberggipfel mit seinen markanten Türmen und Sendemasten das Symbol des Taunus schlechthin.
"Sag mir wo die Blumen sind..." beginnt die deutsche Übersetzung des viel besungenen Liedes "Where have all the flowers gone" von Pete Seeger aus dem Jahre 1961. In Schmitten braucht man nicht lange nach ihnen zu suchen: durch eine Privatinitiative wird die Schillerstraße alljährlich in ein Blumenmeer getaucht. Josef Kaufmann, den alle Welt nur "Sepp" nennt und seine Frau Erna verwandeln diesen Straßenabschnitt direkt im Schlagschatten der imposanten Silhouette der Pfarrkirche "St. Karl Borromäus" in den Sommermonaten stets in die reinste Blumenoase. Die Blumenkübel hat der Sepp, übrigens ein Ur-Bayer aus Altenmarkt im Kreis Vilshofen, eigenhändig gefertigt - bürgerschaftliches Engagement ist für die Schmittener, auch wenn sie Ur-Bayern sind, eben kein Fremdwort.
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